Willkommen im Schmidt THEATER und im Schmidts TIVOLI

Theater und Gastronomie in Hamburg auf der Reeperbahn

Schmidt Theater und Schmidts Tivoli

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Schmidt Theater und Schmidts Tivoli

Mit dem denkwürdigen Datum 08.08.88 um 8.08 Uhr begann eine Ära eines Theaters auf der berüchtigten Reeperbahn in der Hansestadt Hamburg, die niemand wirklich für möglich gehalten hat. Das Schmidt Theater wurde auf feierlichste Art und Weise eröffnet und bot 230 Gästen Platz. Aber gehen wir doch mal zurück zum Anfang.

Corny Littmann und Lilo Wanders, die von Ernie Reinhardt verkörpert wird, besaßen die Theatergruppe „Familie Schmidt“. Die Truppe tourte bereits seit diversen Jahren durch die gesamte Republik, in fast jeder Stadt waren sie zu Gast. Mittlerweile hatte die komplette Theatergruppe genug vom Leben aus Koffern und davon, dass sie mehr die Hotels zu sehen bekamen, als ihre Heimatstadt Hamburg. Nun fanden sie es an der Zeit, endlich sesshaft zu werden und eine feste Spielstätte zu errichten. Während ihrer Überlegungen zierte Anfang 1988 plötzlich ein Schild das frühere Tanzlokal Kaiserhof, dass sich am Spielbudenplatz 24 im Hamburger Stadtteil St. Pauli befand, mit der Aufschrift: „Zu vermieten!“.

Die Theatergruppe besichtigte das Tanzlokal und fand hierin die Grundlage für die Verwirklichung ihrer Träume. Man wollte ein Verzehrtheater erschaffen, dass im Stil des früheren Varietés der „Golden 20s“ erschaffen werden sollte. Jedoch sollten keine verstaubten Programme gezeigt werden, sondern vielmehr wurde ein zeitgemäßes Bühnenprogramm angestrebt, welches die Besucher allabendlich ins Theater locken sollte. Corny Littmann wurde der neue Mieter des Tanzlokals und die Entwicklung des Konzepts konnte beginnen. Die Mischung aus Theater, Comedy und Musik war mehr als unkonventionell. Gepaart wurde der raffinierte Mix mit schrägem Humor, die Herren tragen dort noch echt einen „Fummel“ und Angst vor jeglichen Tabus bestand nicht. Dieser Stil war und ist sogar bis heute typisch für Schmidt. Die plüschigen, roten Samtsofas und –sessel wurden aus Kostengründen übernommen, denn eine neue Innenausstattung hätte enorm viel Geld verschlungen. Bei hochsommerlichen Temperaturen war es im August 1988 dann endlich so weit: Die Eröffnung des Schmidt Theaters wurde feierlich begangen.

Schon in den ersten Wochen erfreute sich diese neue Attraktion in Hamburg-St. Pauli einer enormen Beliebtheit beim Publikum, die es sich in der altbekannten Inneneinrichtung gemütlich machen durften. Die Eröffnungsproduktion „Sag bitte und ich sing“ wurde von der Theatergruppe Familie Schmidt und Terry Truck sowie Georgette Dee aufgeführt. Auch die weiteren Produktionen wie „Blaue Jungs“ (eine Matrosenrevue), „Mord im Frisiersalon“ (Kiez-Krimi) oder „Edith Piaf – Ich bereue nichts“ (eine musikalische Revue) feierten große Erfolge. Vielen Zuschauern dürfte weiterhin die Kiez-Sopa-Opera „Pension Schmidt“ in bleibender Erinnerung sein. Abgerundet wurde das Programm mit der „Schmidt Mitternachtsshow“, die jedes Wochenende gezeigt wurde und selbst im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Show bestand aus einer gekonnten Mischung von Kabarett, Musik, Comedy und Kleinkunst. Über den deutschlandweiten Durchbruch durfte sich das Schmidts Theater jedoch freuen, als die „Schmidt Show“ in den dritten Programmen gezeigt wurde. Bis zum Anfang der 90er Jahre verhalfen der Inhaber Corny Littmann sowie Lilo Wanders und Marlene Jaschke die Fernsehzuschauer zu so manchem herzhaften Lacher. In mehr als 40 Shows, die ausgestrahlt wurden, waren auch Rio Reiser, Heidi Kabel, Harald Juhnke, Hildegard Knef, Dirk Bach sowie noch viele weitere Stars zu Gast im Schmidts Theater.

Anfang 2004 ging die Ära des alten Schmidt Theaters zu Ende – der Spielbetrieb musste eingestellt werden. Dies hatte keineswegs etwas damit zu tun, dass es dem Theater möglicherweise finanziell schlechter gehen könnte, sondern vielmehr lag es an dem baufälligen Gebäude. Bei Regen zierten Wassereimer die Bühne, durch die Decke kam der Efeu. Eine Komplettsanierung war schierweg unmöglich, es blieb nur der Abriss des Theaters. Ein neues Schmidt Theater wurde errichtet, dass am 08.08.2005 seine Wiedereröffnung feiern durfte. Vollkommen „Schmidt-like“ wurde es ein rauschendes Fest. Nun dürfen 420 Gäste in den Sesseln Platz nehmen, sodass der Neubau fast doppelt so groß ist wie das ursprüngliche Theater. Zahlreiche Sessel wurden durch sogenannte „Sesselpaten“ gesponsort. Somit hielt sich der Eigenanteil an Kosten im Rahmen. Rein äußerlich handelt es sich bei dem neuen Schmidt Theater um ein hypermodernes Bauwerk, das mit einer Glasfassade ausgestattet ist, die rot leuchtet. Im Inneren sollte der plüschig-gemütliche Eindruck unbedingt erhalten werden, da es sich hierbei um ein lieb gewonnenes Markenzeichen des Theaters handelt. 

Über den gesamten Zeitraum des Bestehens standen und stehen Stars wie Ingo Appelt, Helge Schneider oder Tim Fischer auf den Brettern des Schmidts Theater. Viele von ihnen haben in dem ursprünglichen Theater ihren Karrierestart feiern dürfen. Und dies ist auch heute noch das Motto von Corny Littmann: Renommierten und beliebten Künstlern genauso eine Art Zuhause zu bieten, wie auch völlig unbekannten Darstellern. Neben zahlreiche Gastspiele konnten auch die Eigenproduktionen „Oh Alpenglühn“ oder die „Villa Sonnenschein“ das Publikum begeistern. Über besonderen Zulauf darf sich die, alljährlich stattfindende „Schmidt-Wintergala“ erfreuen. Diverse Gastspiele sorgen nicht nur für genügend Abwechslung, sondern auch einen interessanten Mix. Und selbst als Familientheater konnte sich Schmidts Theater mittlerweile einen Namen machen. Seit dem Jahr 2006 werden eigene Kindertheaterproduktionen aufgeführt. Hierzu gehörte bereits eine Musicalfassung vom beliebten „Räuber Hotzenplotz“. Derzeit wird das aktuelle Stück „Es war einmal – 7 Märchen auf einen Streich“ aufgeführt.

Selbstverständlich kommt auch das leibliche Wohl im Schmidt Theater nicht zu kurz. Kleine Snacks und Getränke werden direkt am Platz serviert. Im Theaterfoyer befindet sich eine Hausbar, die nicht nur als Nachtcafé, sondern auch gleichzeitig als Wohnzimmer fungiert. Am Nachmittag lassen sich dort die verschiedensten Kaffeespezialitäten und leckerer Kuchen genießen. Vor der Vorstellung werden Aperitifs oder Wein gereicht und der späte Abend lässt sich bei Cocktails oder Longdrinks ausklingen. Das Besondere: Hier treffen sich nicht nur die Gäste des Theaters und alle Besucher des „Kiez“, sondern ebenfalls kommen die Mitwirkenden und Stars der Shows hier zusammen. Ein besonderes Highlight bietet der Freitag: Horst J. Gonzales lädt sangeswütige Gäste zum Karaoke ein.

Aber nur das Schmidt Theater war Corny Littmann nicht genug. Im Jahr 1991 übernahm er, zusammen mit Professor Norbert Aust, den ehemaligen Amüsier-Tempel „Zillertal“, das direkt neben dem Schmidt Theater liegt, und gründete das Schmidts Tivoli. Hierbei handelt es sich um einen der schönsten Theatersäle, die die Hansestadt Hamburg zu bieten hat. Erbaut wurde das Haus in der frühen Gründerzeit, etwa um 1870. Anfangs war es ein Biergarten, der zwischen dem Vorder- und Hinterhaus unter freiem Himmel errichtet wurde. Im Jahr 1896 fand eine Überdachung statt und eine Galerie zog ein. Bei der Bedachung wird vermutet, dass es sich hierbei um eine Glaskuppel handelte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Komplex ins „Tivoli Concerthaus“ umgewandelt. Diese Ära hielt nicht lange an: Von 1925 bis 1990 hatte das typisch-bayrische Zillertal hier seine Betriebsstätte. 

Nach der Übernahme im Jahr 1991 wurde die dunkle Holzvertäfelung abgerissen. Zum Vorschein kamen traumhafte, goldene Säulen, Wandmalereien, Fresken sowie beeindruckende Rundspiegel. Alles befand sich in einem überraschend hervorragenden Zustand. Heute befindet sich das Schmidts Tivoli vollständig im Ursprungszustand, lediglich die Technik wurde auf den modernsten Stand gebracht. Dabei wurde peinlichst genau darauf geachtet, dass sich diese Änderungen in das historische Ambiente des Hauses einfügen. Das Haus bietet heute 620 Gästen einen gemütlichen Platz. Der Zuschauerraum gleicht einer Zirkusarena, ist jedoch achteckig. Unüblich ist die Form der Bühne, die in den Saal hineinragt. Somit rücken Darsteller und Zuschauer während einer Vorführung noch dichter zusammen, was sicherlich auch für die hohe Beliebtheit verantwortlich ist.

Am 1.09.1991 wurde feierlich die Eröffnung des neuen Schmidts Tivoli gefeiert. Seitdem gehört es zu den beliebten Adressen im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Schon wie im benachbarten Schmidt Theater, werden auch hier vor der Vorstellung sowie in der Pause kleine Snacks und Getränke am Platz serviert. 

Das Schmidts Tivoli kann zu den führenden Theaterhäusern gezählt werden, in dem alle deutschsprachigen Musicals komplett einer Eigenproduktion entspringen. Die Eröffnung fand mit der Produktion „Carmen“ statt, in der Marlene Jaschke die Titelrolle bekleidete. Dem folgten weitere Erfolgsstücke wie beispielsweise „Im weißen Rössl“, „Oscar“ und „Fifty Fifty“ sowie „Sixty Sixty“. Vor allem die Musikrevue „Fifty Fifty“ kann als einen Riesenerfolg gewertet werden, knapp 700 Vorstellungen begeisterten die Zuschauer. Das Musical „Cabaret“, für dessen Inszenierung Corny Littmann verantwortlich war, wurde hochgelobt. Ausschließlich für das Schmidts Tivoli wurde „Ein Sommernachtstraum“ komponiert. Das Bühnenstück „Swinging St. Pauli“ aus dem Jahr 2001 ging sogar auf eine Tournee durch die gesamte Bundesrepublik und war unter anderem im Theater am Kurfürstendamm zu sehen.

Im September 2003 fand die Uraufführung des deutschsprachigen Musicals „Heiße Ecke – Das St. Pauli Musical“ statt. Hierbei handelt es sich um das einzige Bühnenstück, dass nicht nur auf der Reeperbahn aufgeführt wird, sondern auch über die sündige Meile handelt. Noch heute steht das Musical auf dem Spielplan im Schmidts Tivoli. Aber selbst das Sprechtheater hat in diesem Haus seine Berechtigung und kann als sehr erfolgreich gewertet werden. So feierte das Ein-Personenstück „Caveman“ im Februar 2001 seine Premiere. Im Jahr 2009 kam die Produktion „Männerabend“ hinzu. Beide Stücke zählen bis heute zur festen Einrichtung. Abgerundet wird das Programm durch Gastspiele verschiedenster Künstler. So gehören regelmäßig Dr. Eckart von Hirschhausen, Ingo Appelt, Helge Schneider und viele weitere Stars zu den Gästen. Und selbst für Großevents wird das Schmidts Tivoli gerne genutzt.

Aber Corny Littmann ist es auch wichtig, ein breites Angebot für alle Gäste zu bieten. So befindet sich seit Anbeginn im ersten Stock das „Angie’s“, dessen Namensgeberin die, im Jahr 2007 verstorbene, legendäre Soul-Sängerin Angie Stardust ist. In dem Nachtclub animiert Livemusik zum Tanzen. Stars wie Roger Cicero erlebten hier ihre Geburtsstunde ihrer Karriere. Ebenfalls waren bereits Marla Glen, Udo Lindenberg, Marc Almond, Melissa Etheridge oder Nina Hagen im Angie’s zu Gast. Aufgrund des Ambientes im Stil der 20er Jahre ist der Nachtclub selbst für Filmarbeiten oder große Events gefragt. Im Jahr 2011 wurde das Angie‘s, pünktlich zum 20. Geburtstag, komplett überholt und ist attraktiver denn je.

Ebenfalls ist für das leibliche Wohl der Gäste bestens gesorgt. Das „Schatto Pauli“ trug bis zum Jahr 2004 den Namen Schlösschen. Die Inneneinrichtung erinnerte eher an Puff-Barock, die Küche war gutbürgerlich. Seit der Umbenennung wird edle, französische Küche serviert. Etwa 60 Gäste finden in dem „Schatto Pauli“ Platz. Aber ebenso bildete das Restaurant eine optimale Location für Pressekonferenzen, die beispielsweise von der Redaktion des Playboys und Paul McCartney abgehalten wurden.

Wer stilvoll-ausschweifendes Amüsement liebt, ist im „Glanz & Gloria“ genau richtig, welches sich ebenfalls im Schmidts Tivoli befindet. In diesem Etablissement dominieren dunkles Holz, roter Samt und atemberaubende Kronleuchter das Bild. Dazu werden coole Drinks serviert und heiße Musik lockt an jedem Wochenende zum Tanz. Swing-Musik wird am Donnerstag gespielt.


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